Alle Beiträge

Was passiert mit den Früchten?

Manche unserer Kunden denken, wir haben auf unseren Streuobstwiesen nur Apfelbäume. Allerdings ist dem nicht so, selbstverständlich sind die Apfelbäume in der Überzahl, aber unsere Streuobstwiesen beheimaten auch Kirschen-, Zwetschgen-, Birnen- und Mirabellenbäume.

Bei Kirschen- und Birnenbäumen ist es jedoch im Bergischen Land immer etwas schwierig. Die Kirsche ist sehr anfällig gegen Druck, sprich im Bergischen Land gegen den Regen. Und da wir im Bergischen Land (normalerweise) ja durchaus etwas mehr Regen haben als in andere Regionen, haben wir häufig das Problem, dass die Kirschen aufplatzen und dadurch nur noch schwer zu gebrauchen sind bei der Ernte.

Bei der Birne verhält es sich etwas anders, diese ist zwar nicht anfällig gegen unseren Regen, aber Birnen sind – für uns zumindest – schwer zu händeln. Denn von einem auf den anderen Tag liegen die auf einmal auf dem Boden. Man kommt Montags auf die Streuobstwiese und bespricht, dass man im Laufe der Woche die Birnen ernten möchte und Mittwochs hängt keine einzige Birne mehr auf dem Baum. Das ist immer ein wenig schwierig, daher sind auch von den Birnenbäumen im Vergleich nur wenige auf unseren Streuobstwiesen zu finden.

null

Mehr Freude dagegen haben wir an den Zwetschgen, die kommen mit dem Bergischen Klima sehr gut klar und mit den Früchten kann man einiges machen. Hauptsächlich werden die Kirschen, Birnen und Zwetschgen bei uns zum Frischverzehr oder für Marmlade geerntet. In 95% der Fällen verbleiben diese Früchte auch bei uns selbst. lediglich die Marmelade geben wir gerne auf Nachfrage raus.

null

Und ein sehr wichtiger Aspekt den die meisten leider vergessen ist für uns auch das Thema Nachhaltigkeit und Umgang mit der Natur. Daher belassen wir einen gewissen Teil aller Früchte immer auf den Bäumen bzw. auf den Streuobstwiesen für Tiere und Insekten. Denn ohne Tiere und Insekten hätten wir keine Bestäubung und somit auch keine Früchte bzw. keien Ernte. Hier handeln wir immer nach dem Motto: "Leben und Leben lassen".

Wir hoffen Ihr konntet jetzt einen kleinen Einblick erhalten was mit unseren Früchten so passiert (Neben dem Apfelsaft).

Stefan Bublies

Stefan Bublies

Als Gründer von Streuobst.Land und Vorsitzender des NABU Rhein Berg e.V. setzt er sich in seiner Freizeit für den Naturschutz und vor allem für den Erhalt von Streuobstwiesen ein. Die Biologische Vielfalt von Streuobstwiesen faszinierte Ihn schon lange, und so kam eins zum anderen: Naturschutz und Streuobstwiesen. Bei Streuobst.Land kümmert Stefan sich hauptsächlich um die Organisation, die Gerätschaften und die Ernte.

Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.

Pfarrer Johann Albrecht Bengel
Streuobst.Land – Stefan Mo-Fr 15-19 Uhr