Geschichte des Streuobstes im Bergischen Land

Wir möchten Euch einen kurzen Überblick über die Geschichte des Streuobstbaus im Bergischen Land geben

2026

Kaiser Wilhelm oder Peter Broich?: Der BUND Lemgo hat neue Erkenntnisse zu dieser Frage verfasst

Blog: Kaiser Wilhelm oder Peter Broich?

2021

Aufnahme der "Streuobstwiese" als Immaterielles Kulturerbe und 125 Jahre Leichlinger Obstmarkt

1990 - Heute

Öffentliche Förderungen für die Anlage und Pflege von neuen Streuobstwiesen sowie Etablierung der Biodiversität von Streuobstwiesen

1950 - 1970

Öffentlich geförderte Rodung von Hochstamm-Obstbäumen zum Zweck der Etablierung von niederstämmigem Plantagenobstbau

ab 1950

Industrialisierung des Erwerbsobstbaus im bergischen Land, Anlage von niederstämmigem Plantagenobstbau

1902/1903

Kreisgärtner Schnaare wurde durch Landrat Lucas eingestellt und das Bergische Land erfuhr eine weitere Förderung im Obst- und Gartenbau. Schnaare etablierte eine Vortragsreihe "Obstbaukursus"

1896

Der bis Heute überregional bekannte Leichlinger Obstmarkt wurde begründet und in diesem Jahr erstmalig erwähnt.

1880

Carl Hesselmann legt eine Obstbaumplantage an mit dem Namen "Obstbaumhof Wilhelmstal" (zu Ehren des späten Kaiser Wilhelm II). Hesselmann kultivierte über die Jahre hinweg über 200 Pflaumen- und 100 Birnensorten

1878

Eine Kreuzung aus Ananasrenette und dem Purpurroten Agatapfel wird nach Zuccalmaglio benannt: "Von Zuccalmaglios Renette"

1868

Vinzenz Jakob von Zuccalmaglio, genannt Montanus verfasste das Buch: Der Obstbau und die Bepflanzung der Wege und Eisenbahnen

1864

Carl Hesselmann "entdeckte" im Gutsgarten Haus Bürgel bei Monheim eine Apfelsorte. 1875 wurde diese nach Kaiser Wilhelm I benannt "Kaiser Wilhelm". Neuere Untersuchungen zeigen, dass der Apfel identisch ist mit dem damals schon bekannten "Peter Broich"- Apfel

1822

In diesem Jahr wurden in Leichlingen "Der Obstkammer des bergischen Landes" insgesamt 2450 neue Obstbäume gepflanzt. Insgesamt beträgt der Bestand zu diesem Zeitpunkt schon 49200 Obstbäume

1797

Ausgehend von den Klostergräten in der "Bergischen Obstkammer" legte Vinzenz Joseph Deycks nahe der Mündung des Wiembachs in die Wupper einen Mustergarten mit Sorten u.a. aus Frankreich und Italien an und belieferte den Niederrhein und Westfalen mit Edelreisern und Jungbäumen.

11. Jahrhundert

Mit anfänglicher Pionierarbeit der Mönche im Kloster zu Altenberg, wurde etwas später auch in Haus- und Bauerngärten erfolgreich Obstanbau betrieben

Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.

Pfarrer Johann Albrecht Bengel
Streuobst.Land – Stefan Mo-Fr 15-19 Uhr